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Tierrettung

on 26. März 2015 - 17:09

Ich verleihe mir selbst eine Tapferkeitsmedaille!
Neulich schwamm morgens eine dicke Spinne in meinem Klo. Da gibt es ja nun unterschiedliche Möglichkeiten darauf zu reagieren. Spontan dachte ich "Iiiiii, weg mit dem Tier, Knöpchen drücken..." Dann dachte ich "womöglich haben die Buddisten recht und diese Spinne war in irgendeinem meiner Vorleben mal meine Mutter". Oder "Selbst wenn nicht, bringt man nicht ohne Grund ein Lebewesen um die Ecke".
Nur - wie bekommt man eine Spinne aus dem Klo? Erstens fasse ich keine Spinne an, zweitens hat mich die Vorstellung, mit der Hand in meinem Klo rumzufischen auch nicht beglückt. Ich ersprare meinen Lesern die Beschreibung der Versuche und verrate nur, dass ich es am Ende geschafft habe. Ich hoffe, dass sie nicht erfroren ist, als ich sie klatschnass nach draußen befördert habe.

Belohnt wurde ich etwas später an diesem Tag mit einem herzzerreisenden Anblick:

Ich bin in Degerloch vom Einkaufen nach Hause gelaufen und hab dieses Tierchen gesehen. Erst dachte ich, das sein ein Stofftierchen. Dann hat es sich bewegt. Ich war mir nicht sicher was es ist. Sah ein bisschen aus wie ein Affe und hat die Farbe eines Eichhörnchens. Ich hab mich gegen die Möglichkeit entschieden, dass es ein Affe sein könnte und hab bei der Eichhörnchenhilfe angerufen. Ich sollte es sofort in die Hand nehmen und wärmen.
Und schwuppdich haben mich meine Hormone zur Mama gemacht! Das Hörnchen hat in meine hohle Hand gepasst, leise gequiekt und versucht in meinen Ärmel zu kriechen.
Ich habe es zu einer Familie gebracht die sich dankenswerterweiße um so kleine Findlinge kümmert. Die Hormone waren dann doch nicht soooo aus dem Häuschen, dass ich alle drei Stunden aufstehen wollte, um das Baby zu füttern.

Aber das Gefühl, das dieses kleine Wesen in meiner Hand hinterlassen hat werde ich nie vergessen!

Müka, die Glückliche

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